Spargel weiß

 

Warum ist der Spargel weiß?

Der weiße Spargel wächst unter der Erde und wird gestochen kurz bevor der Spargelkopf den aufgeschütteten Spargeldamm durchbricht. Die Spargelstangen haben somit keine Möglichkeit ihr "Blattgrün" zu bilden, der Spargel bleibt weiß.

Durch das Wachstum im Dunklen wird der weiße Spargel mitunter auch als vergeilter Spargel bezeichnet. Um die ersten Sonnenstrahlen zu erschließen, haben diese vergeilten Pflanzen häufig ein schnelles Längenwachstum. Zusätzlich sind vergeilte Pflanzen während des Wachstums im Dunklen auf  keine natürlichen Farbstoffen (Anthocayne und Chlorophyll) angewiesen. Vergeilte Pflanzen sind daher oftmals weiß, so wie der weiße Spargel.

 

 Spargel (weiß) vor der Ernte

 

 

Warum wird der weiße Spargel auch als Bleichspargel bezeichnet?  

Der Spargel erhält seine weiße Farbe, weil kein Licht an die Spargelstangen kommt. Sobald Licht an den Spargel gelangt, verfärbt sich der Spargel durch seine natürlichen Farbstoffe (Anthocayne und Chlorophyll) bläulich-rot bis violett. Bei einem weißen Spargel sind diese gesunden natürlichen Farbstoffe unerwünscht, sodass  er unterirdisch in angehäufelten Erdwällen kultiviert wird. Diesen Vorgang unerwünschte Verfärbungen zu verhindern bezeichnet man auch als "Bleichen“. Als Bleichspargel wird daher der Spargel bezeichnet, bei denen eine unerwünschte Verfärbung verhindert  werden soll.

 

 

  

 

Autor: D.Schattauer - letzte Änderung: 28.02.2016

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